KI-Gigant Nvidia stockt das laufende Aktienrückkauf-Programm um einen historisch einmaligen Betrag auf

Der kalifornische Chipriese Nvidia startet ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 150 Milliarden US-Dollar an. Es handelt sich um die größte Aufstockung eines Rückkaufprogramms in der gesamten Unternehmensgeschichte und übertrifft damit die bisherige Rekordaufstockung vom iPhone-Konzern Apple von 110 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2024. Insgesamt verfügt Nvidia damit über eine Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von 235 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Mit diesem Niveau könnte Nvidia die gesamte deutsche Automobilbranche kaufen, also  - also BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche zusammen.


„Nvidias Wachstum wird durch einen einmaligen Strukturwandel hin zu künstlicher Intelligenz und beschleunigtem Rechnen angetrieben“, erklärt Nvidia-Chefschef Jensen Huang. Die starke operative Entwicklung ermögliche es dem Unternehmen, zugleich in neue Technologien zu investieren und Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Das Rückkaufprogramm spiegele das Vertrauen des Managements in die langfristigen Wachstumsperspektiven wider.

Für Huang dürfte der Zeitpunkt besonders interessant sein. Nvidia könnte die aktuell eher niedrige Bewertung nutzen, um eigene Aktien vergleichsweise günstig zurückzukaufen – noch bevor sich das Wachstum im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter beschleunigt. Aktienrückkäufe verringern die Zahl der umlaufenden Anteilsscheine und können dadurch den Gewinn je Aktie erhöhen. Auf Basis der erwarteten Gewinne wird Nvidia derzeit mit dem rund 24-Fachen des Gewinns bewertet. Das erwartete KGV liegt damit nicht mehr weit über dem entsprechenden Wert des S&P 500, der bei ungefähr 20 liegt. Für einen der am schnellsten wachsenden Konzerne der US-Wirtschaft ist dieser Bewertungsaufschlag vergleichsweise moderat.

Fazit

Die Börse reagierte zunächst positiv auf die Ankündigung und ließ die Nvidia-Aktie um rund drei Prozent steigen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, ob Nvidia sein außergewöhnlich hohes Wachstumstempo angesichts zunehmender Konkurrenz, hoher Investitionen und möglicher Schwankungen im KI-Markt halten kann. Um Nvidia als KI-Basisinvestment kommen Anleger allerdings kaum herum, wenn sie in die Künstliche Intelligenz investieren möchten. 

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia