Geringere Versicherungsschäden und ein rund laufendes Fondsgeschäft bescheren dem Münchner Versicherungsriesen einen überraschend starken Jahresstart. Das gibt auch der Aktie wieder Schub.
Nach einem überraschend starken Jahresauftakt sieht sich der Versicherungskonzern Allianz auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Demnach soll 2026 das operative Ergebnis bei 17,4 Milliarden Euro plus minus eine Milliarde Euro liegen.
Im erste Quartal kletterte der operative Gewinn um 6,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und damit stärker als von Analysten erwartet - laut Vorstandschef Oliver Bäte „ein operatives Rekordergebnis“. Das Geschäftsvolumen stieg um 3,5 Prozent auf 53 Milliarden Euro. Dies sei auf eine „starke Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Vermögensverwaltung“ zurückzuführen.
„Wir haben an die Dynamik eines hervorragenden Jahres 2025 angeknüpft und profitables Wachstum erzielt“, erläuterte Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre.
Im ersten Quartal legte vor allem das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung zu, die ein Jahr zuvor nohc unter den verheerenden Waldbränden in Los Angeles gelitten hatte. Die Vermögensverwaltungs-Töchter Pimco und Allianz Global Investors übertrafen mit 45 Milliarden Euro neuen Kundengeldern ebenfalls die Erwartungen der Analysen. Der Konzernüberschuss legte auch wegen Beteiligungsverkäufen in Indien um mehr als die Hälfte auf 3,7 Milliarden Euro zu.
Analysten sehen den DAX-Konzern nach dem guten Jahresstart weiter auf dem richtigen Weg. Die jüngsten Kursziele varieren zwischen 350 (Barclays) und 504 Euro (Berenberg). JP Morgan hob vor allem den rekordhohen operativen Gewinn auf Konzernebene und im Nicht-Lebensversicherungsbereich hervor und sprach von „hervorragenden Ergebnissen“. Nun werde die Nachhaltigkeit dieser Ergebnisse in den Fokus rücken.
Fazit
Während Rückversicherungsaktien zunehmend in den Strudel sinkender Marktpreise geraten, präsientierte Branchenprimus Allianz ein weitgehend ungetrübtes Zahlenwerk. Die Allianz-Aktie bleibt aussichtsreich.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.