Für den Werbespezialisten mehren sich die positiven Einschätzungen. So erhöhten die Experten von JPMorgan ihr Kursziel für die Stöer-Aktie von 75 auf 87 Euro und bestätigten ihre „Overweight“-Einschätzung. Analyst Marcus Diebel zählt das Unternehmen in diesem Jahr zu den Favoriten im Segment Medien und Internet und hob die Bilanz zum ersten Quartal positiv hervor.

Nicht ganz so optimistisch, aber ebenfalls positiv gestimmt ist Warburg Research. Hier wurde das Kursziel von 77 auf 80 Euro angehoben. Die Einstufung „buy“ gilt weiterhin. Dem Experten Jörg Frey gefiel vor allem das Kernsegment der Außenwerbung. Störer bietet Werbekunden die klassischen Plakatwände oder Litfaßsäulen zur Buchung an, aber auch Bildschirme, die etwa in Bahnhöfen, Fußgängerzonen oder Einkaufszentren stehen. Hier kann Werbung auch in Form von Videos  gebucht werden. Ein zweistelliges Wachstum dürfte sich in diesem Bereich fortsetzen, hieß es.

Erfolgreiche Außenwerbung

Bereits Mitte Mai hatte auch das Investmenthaus Oddo BHF den MDAX-Wert von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 60 auf 100 Euro deutlich angehoben. Robuste Dynamik im Kerngeschäft mit Außenwerbung, vor allem aber die Hoffnung auf hohe Ausschüttungen von Verkaufserlösen hatten die Experten dazu veranlasst.

Starkes Wachstum

Ströer hatte im ersten Quartal starkes Wachstum verzeichnet. Der Umsatz legte um 10,6 Prozent auf 43,5 Millionen Euro zu. Besonders rasant legte der Bereich der digitalen Außenwerbung (Digital out of Home, DOOH) zu: Hier stieg der Umsatz sogar um 30 Prozent. Beim adjustierten Ebitda kamen die Kölner um zwölf Prozent auf 108 Millionen Euro voran, das adjustierte Ebit legte um 33 Prozent auf 35 Millionen Euro zu. Im laufenden zweiten Quartal erwartet der Werbespezialist, dass die Geschäfte weiter an Fahrt gewinnen dürften.

„Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet und verzeichnen ein starkes und nachhaltiges Momentum im ersten, aber bereits auch für das zweite Quartal 2024“, so Co-CEO Christian Schmalzl, der Außenwerbung, und vor allem die digitale Außenwerbung als stärkste Wachstumstreiber herausstellte.

Fußball sorgt für Aufmerksamkeit

Dass das so bleibt, dazu könnte auch eine Kooperation mit der Telekom beitragen: Wenn nächste Woche die Fußball-Europameisterschaft startet, werden sämtliche Tore deutschlandweit auf über 5000 Ströer-Bildschirmen zu sehen sein. Wer auf die U-Bahn, wartet oder gerade beim Einkaufen ist, ist so stets im Bilde.

Ströer (WKN: 749399)

Fazit

Ströer profitiert vom deutschen Werbemarkt, der sich zuletzt gut entwickelt hat. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 25 Prozent im Plus, während der MDAX auf der Stelle tritt.