Die Aktie des Pipeline- und Anlagenbauer hat zum Wochenauftakt ihren Höhenflug fortgesetzt. Mit seinen Zahlen hat das SDAX-Unternehmen seine eigenen Ziele übertroffen – und an der Börse für Aufsehen gesorgt. Es gab aber auch kritische Stimmen.
Nach einem starken Schlussquartal hat Friedrich Vorwerk laut vorläufigen Zahlen im Gesamtjahr seinen Umsatz um 41 Prozent auf 704 Millionen Euro gesteigert und damit seinen eigenen Erwartungskorridor von 650 bis 680 Millionen Euro klar übertroffen.
Bei einem Auftragsbestand von über einer Milliarde Euro lief das Geschäft vor allem im vierten Quartal rund, angetrieben auch von günstigen Witterungsbedingungen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Das Vorsteuerergebnis (Ebitda) hat sich demnach auf 163 Millionen Euro verdoppelt, die Vorsteuermarge mit 23,2 Prozent den Zielkorridor von 20 bis 22 Prozent ebenfalls übertroffen.
Auch die Kapitalausstattung verbesserte sich dank der guten Geschäftsentwicklung deutlich. So erhöhte sich der Finanzmittelbestand um mehr als ein Drittel auf fast 280 Millionen Euro. Die gestiegene Nettoliquidität bilde eine hervorragende Basis für weiteres Wachstum, teilte das Unternehmen mit.
Friedrich Vorwerk stellt Anlagen und Pipelines für die Energiewirtschaft her. Vom Kursanstieg von bis zu sechs Prozent am Montag profitierten auch die Aktien des Mutterkonzerns MBB. Die vollständigen Zahlen will Friedrich Vorwerk Ende März veröffentlichen.
Fazit
Mit 160 Prozent plus in zwölf Monaten weist die Friedrich-Vorwerk-Aktie eine gute Jahresperformance aus. Innerhalb der vergangenen Woche legten die Titel 14 Prozent zu, allein am Montag bis zu sieben Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von starken Zahlen. MWB Research konstatierte allerdings einen sich abschwächenden Auftragseingang. Zudem sei die Bewertung inzwischen relativ hoch.