Der dänische Pensionsfonds schmeißt nun US-Staatsanleihen aus seinem Portfolio

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension teilte  mit, dass er seine Bestände an US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen US-Dollar bis zum Ende dieses Monats verkaufen werde, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Zur Begründung verwies der Fonds auf die angespannte Haushaltslage der US-Regierung.

AkademikerPension betonte, dass die Entscheidung kein politisches Signal im Zusammenhang mit den Spannungen zwischen Dänemark und den USA wegen Grönlands sei. „Die Entscheidung basiert auf den schwachen Staatsfinanzen der USA, die uns zu der Einschätzung bringen, dass wir nach alternativen Wegen für unser Liquiditäts- und Risikomanagement suchen müssen“, erklärte Investmentdirektor Anders Schelde in einer schriftlichen Stellungnahme. Zwar stehe der Schritt nicht direkt im Zusammenhang mit dem aktuellen Zerwürfnis zwischen den USA und Europa, räumte Schelde ein, „aber es hat die Entscheidung sicherlich nicht schwieriger gemacht“.



AkademikerPension verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von insgesamt 164 Milliarden dänischen Kronen (rund 22 Milliarden Euro). Der Schritt reiht sich in eine breitere Debatte unter institutionellen Investoren ein. Auch andere große Anleger haben zuletzt ihre Abhängigkeit von US-Staatsanleihen kritisch hinterfragt. So warnte etwa Bridgewater Associates vor langfristigen Risiken durch hohe US-Defizite, während BlackRock und IMF-Studien wiederholt auf die wachsende Staatsverschuldung der USA und mögliche Folgen für Anleihemärkte hingewiesen haben. Zudem haben einzelne europäische Pensionsfonds laut Financial Times und Bloomberg begonnen, ihre Liquiditätsreserven stärker zu diversifizieren – etwa zugunsten von Euro-Anleihen oder kurzlaufenden Geldmarktinstrumenten.


Fazit

Auch wenn der Verkauf der US-Bonds nicht direkt mit dem Streit um Grönland begündet wird, scheint der zeitliche Zusammenhang kaum ein Zufall zu sein. Die Entscheidung von AkademikerPension verdeutlicht aber auch, dass US-Staatsanleihen ihren Ruf als absolut sichere Anlage zunehmend verlieren, was auch der als erratisch empfundenen Politik von US-Präsident Donald Trump geschuldet ist.