Immer für eine Überraschung gut: Mehr als 120 Dollar kostete eine EHang-Aktie 2021 zeitweise. Dann ging es – unter anderem aufgrund einer Short-Attacke und damit verbundenen Vorwürfen in Richtung des chinesischen Drohnen-Unternehmens – abwärts mit dem Kurs. Nun gibt es die nächste merkwürdige Nachricht.

Gestern verkündete EHang, dass der Handel mit der Aktie auf Antrag des Unternehmens gestoppt werden soll – allerdings maximal bis zum 13. Oktober (Freitag). Genauer gesagt geht es um die American depositary shares (ADS), aktienähnliche Beteiligungsscheine von EHang, die an der Nasdaq gehandelt werden. Die US-Börse hat den Antrag auf Handelsstopp inzwischen durchgewunken.

EHang zufolge handelt es sich um einen freiwilligen Schritt, „in Erwartung einer bevorstehenden Ankündigung einer sehr bedeutenden Entwicklung in Bezug auf seine Geschäftsaktivitäten“.

Der Schritt von EHang ist äußerst ungewöhnlich. Normalerweise werden börsenrelevante Neuigkeiten entweder direkt veröffentlicht, wobei unter Umständen der Handel kurzzeitig unterbrochen wird oder die relevanten Entwicklungen werden vor oder nach dem regulären Handel kommuniziert.

Der Kurs von EHang war bis Ende 2022 im Abwärtstrend und notierte zeitweise unter vier Dollar. Anschließend entwickelte sich jedoch ein volatiler Aufwärtstrend. Im Sommer 2023 gab es dann ein Doppeltop bei knapp über 22 Dollar. Die Korrekturbewegung hatte zuletzt in Richtung 16 Dollar geführt. Nun wird spannend, wie es weitergeht.

EHang will sich ein Geschäft im Bereich Passagier-Drohnen aufbauen. Jenseits von einigen eigenen Drohnen und Flugplänen hat sich bislang aber wenig Konkretes getan. Das Unternehmen hat immer noch eher Start-up-Charakter. Für die kommenden Jahre werden keine Gewinne erwartet. Bloomberg verzeichnet derzeit lediglich eine halbwegs aktuelle Einschätzung zur Aktie von Goldman Sachs: „Halten“, Kursziel 23,50 Dollar.

Fazit

Investierte Anleger können derzeit nur abwarten.