Nach einer heftigen Rally steigt die Aktie von Bloom Energy nun sogar in den S&P 500 auf - der nächste Kurs-Turbo?

Für Bloom Energy geht es jetzt in die erste Liga der Wall Street. Der US-Anbieter von Brennstoffzellen wird zum 21. September in den S&P 500 aufgenommen und ersetzt dort den Getränkekonzern Molson Coors. Die Nachricht sorgt für zusätzliche Euphorie bei einer Aktie, die ohnehin schon zu den großen Börsenstars des Jahres zählt. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs nahezu verdreifacht.

Der Aufstieg in den wichtigsten Aktienindex der USA ist vor allem eine Folge des rasanten Wachstums von Bloom Energy. Das Unternehmen profitiert vom enormen Energiehunger der boomenden KI-Branche. Rechenzentren benötigen immer größere Mengen an zuverlässig verfügbarer Elektrizität – und genau hier sieht Bloom seine große Chance. Die Brennstoffzellensysteme des Unternehmens können direkt vor Ort Strom erzeugen und damit eine Alternative zu langwierigen Netzausbauten bieten.


Bei den Analysten bleibt die Stimmung trotz der rasanten Rally überwiegend positiv, auch wenn die Bewertungen inzwischen ambitioniert sind. JPMorgan-Analyst Mark Strouse sieht weiterhin erhebliches Potenzial und verweist auf die stark steigende Nachfrage von KI-Rechenzentren. Er rechnet damit, dass Bloom bis zum Geschäftsjahr 2030 Brennstoffzellen mit einer Kapazität von 4,1 Gigawatt ausliefern könnte. JPMorgan bewertet die Aktie weiterhin mit „Overweight“. Auch UBS ist mit einer Kaufempfehlung grundsätzlich optimistisch: Es gibt aber auch vorsichtigere Stimmen wie etwa die US-Investmentbank Jefferies, für die die Bloom-Aktie nur noch eine Halteposition ist. 

Bloom Energy entwickelt und produziert stationäre Brennstoffzellensysteme zur dezentralen Stromerzeugung. Die sogenannten Energy Server erzeugen direkt beim Kunden kontinuierlich Strom und können dabei mit verschiedenen Energieträgern betrieben werden. Besonders gefragt sind die Systeme derzeit bei Rechenzentren, die für den KI-Boom enorme Mengen zuverlässig verfügbarer Energie benötigen. Damit positioniert sich Bloom Energy als Alternative zu langwierigen Netzausbauten und dem Bau neuer Kraftwerke.

Fazit

Mit dem Einzug in den S&P 500 dürfte Bloom Energy zudem für zahlreiche Indexfonds und institutionelle Investoren interessanter werden. Ob der Aufstieg in die erste Börsenliga der nächste Kurstreiber wird, bleibt allerdings abzuwarten. Klar ist aber: Bloom Energy ist längst mehr als nur eine Wette auf Brennstoffzellen – die Aktie ist zu einer der prominentesten Profiteure des KI-Energiebooms geworden.