Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, bei der Warren Buffett lange Zeit Chef war,  hat ihre Beteiligung an einem Tech-Unternehmen aufgestockt. Dessen Aktie reagiert mit einem Kursfeuerwerk

Die US-Investmentholding Berkshire Hathaway stockt ihre Beteiligung am App-­Aufkäufer Bending Spoons um weitere 330 Millionen Dollar auf. Im Rahmen einer Privatplatzierung zeichnet Berkshire zehn Millionen Stammaktien zu je 33 Dollar. Die Holding hatte bereits beim Börsendebüt von Bending Spoons am 1. Juli rund 600 Millionen Dollar investiert. Ihr Anteil steigt damit nun auf etwa vier Prozent.


Die Börse reagierte euphorisch auf die Nachricht: An der Nasdaq sprang die Aktie von Bending Spoons um rund 40 Prozent nach oben und verbuchte den höchsten Tagesgewinn seit dem Börsengang. Das bisherige Rekordhoch vom 11. August verfehlte das Papier dabei nur um wenige Ticks.


Das Geschäftsmodell von Bending Spoons basiert vor allem auf der Übernahme und Skalierung bekannter Apps. Zum Portfolio der Italiener gehören unter anderem bekannte Plattformen wie Evernote, WeTransfer und Komoot. Das frische Kapital verschafft dem Unternehmen neuen Spielraum. 


„Bending Spoons prüft laufend M&A-­Möglichkeiten, und unsere Pipeline ist weiterhin stark“, betont Mitgründer Francesco Patarnello, der als Head of Business Acquisitions für die Akquisitionsstrategie von Bending Spoons verantwortlich zeichnet. 

Der Schritt markiert zugleich einen klaren Strategiewechsel bei Berkshire Hathaway: Während Langzeitchef Warren Buffett nur in Ausnahmefällen in Technologieaktien investierte, forcierte der neue Berkshire-CEO Greg Abel zuletzt gezielt Investitionen im Technologiesektor. 

Fazit

Berkshires Vertrauensbeweis und die starke Deal-Pipeline bieten trotz des jüngsten Kurssprungs weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie.