Anleger, die in den beliebten Weltindex MSCI World investieren, erfassen damit künftig erstmals auch das Kryptosegment. Denn zum 31. Mai zieht der Software-Entwickler Microstrategy in den MSCI World ein. Die US-Firma zählt zu den weltgrößten Bitcoin-Anlegern und ist in rund ein Prozent des gesamten Umlaufvolumens der Kryptowährung investiert.

Die Neuaufnahme von Microstrategy hat der weltgrößte Indexanbieter Morgan Stanley Capital International (MSCI) jetzt nach der turnusmäßigen Quartalsüberprüfung der Zusammensetzung seiner Indizes mitgeteilt. Insgesamt werden 42 Unternehmen in den bekanntesten MSCI-Index neu aufgenommen, der über 1600 Aktien aus mehr als 20 Ländern umfasst. 120 Werte werden dagegen aus dem Index gestrichen. Zu den weiteren Neuzugängen zählen das US-Datenspeicherunternehmen Pure Storage und der US-Maschinenbauer Emcor.

Auch in anderen bekannten Indizes des Anbieters MSCI wie dem MSCI Emerging Markets Index erfolgen Änderungen. So ziehen in diesen Schwellenländerindex die indische Canara Bank, das indonesische Chemieunternehmen Chandra Asri Pacific und der indische Stromerzeuger JSW Energy neu ein. Alle Änderungen treten Ende Mai in Kraft.

Markanteste Änderung ist jedoch der Aufstieg von Microstrategy. Anleger, die in MSCI-World-Indexfonds (ETF) der Anbieter iShares, Invesco oder Xtrackers investieren, sind damit indirekt auch an der Kryptowährung Bitcoin beteiligt.

Fazit

Die Aufnahme von Microstrategy ist ein Signal für die zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen auch in traditionellen Anlageportfolios. Microstrategy investiert seit 2020 systematisch in die Kryptowährung und ist mittlerweile einer der weltweit größten Bitcoin-Investoren. Für die vom US-Unternehmer und Autor Michael Saylor mitgegründete Firma ist es darüber hinaus ein wichtiger Zwischenerfolg. Denn Microstrategy gilt auch als möglicher Kandidat für die Aufnahme in den US-Leitindex S & P 500.         

MicroStrategy (WKN: 722713)