Die Fresenius Aktie steht zu Beginn des Handelstages unter Abgabedruck: Auch wenn die Pharmasparte Kabi und das Krankenhausgeschäft gut laufen und dem DAX-Konzern für 2025 zu soliden Ergebnissen verholfen haben, kann der Ausblick auf das laufende Jahr die Investoren nicht ganz überzeugen. Das Fresenius-Papier war bereits am Vortag mit Verlusten aus dem Handel gegangen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erzielte der Gesundheitskonzern einen Gesamtumsatz von 22,554 Milliarden Euro, was einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das organische Wachstum belief sich auf sieben Prozent.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte währungsbereinigt um sechs Prozent auf 2,595 Milliarden Euro, die entsprechende Marge betrug 11,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie, ohne Berücksichtigung von Fresenius Medical Care (FMC), legte währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 2,87 Euro zu.
"2025 haben wir unser Momentum kontinuierlich gesteigert: Wir haben unsere Bilanz weiter gestärkt und unseren Ausblick angehoben. Gleichzeitig haben wir zielgerichtet investiert, um unsere Geschäfte auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten", kommentierte Vorstandschef Michael Sen laut Mitteilung.
"In das Jahr 2026 gehen wir gestärkt und mit klaren Prioritäten. Wir sind überzeugt, dass wir auch weiterhin profitabel und nachhaltig wachsen werden", so der Konzernchef weiter.
Für das Jahr 2026 rechnet Fresenius mit einem organischen Umsatzanstieg von vier bis sieben Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent wachsen. In dieser Kennzahl sind Sonderposten nicht enthalten; die frühere Dialysetochter FMC wird mittlerweile lediglich als Finanzbeteiligung verbucht.
Fresenius hält allerdings noch rund 30 Prozent der FMC-Anteile. Nachdem FMC am Vortag enttäuschende Quartalszahlen präsentiert hatte, wurden entsprechend auch die Fresenius-Titel in Mitleidenschaft gezogen.
An den Märkten wurden sowohl die Zahlen als auch der Ausblick gemischt aufgenommen. So wurden etwa die angepeilte operative Profitabilität als auch die Prognose für den Gewinn je Aktie bemängelt. Die US-Großbank JPMorgan bekräftigte unterdessen ihr Votum "Overweight" für die Fresenius Aktie mit einem Kursziel von 53,60 Euro und stufte den Ausblick als tendenziell konservativ ein.
Fazit
Charttechnisch hat sich das Bild der Gesundheitsaktie etwas eingetrübt. Analysten sehen für den Sektor allerdings Erholungspotenzial.
Enthält Material von dpa-AFX