Die Deutsche Bank hat in einer neuen Studie bei einer MDAX-Aktie ein Kurspotenzial von 75 Prozent ausgemacht
Die Aktie des Veranstalters CTS Eventim hat kräftig an Wert eingebüßt. Viel zu kräftig, meint die Deutsche Bank. Sie hat in einer neuen Einschätzung das Kursziel für die Aktie von zuvor 94 Euro auf nun 96 Euro angehoben. Aktuell notiert das Papier um die 55 Euro, das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 75 Prozent. Der Ticketverkäufer und Veranstalter wird am 28. Mai die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlichen. Die Deutsche Bank erwartet dabei ein insgesamt gutes Quartal. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent steigen. Dabei dürfte sich das Ticketgeschäft nach Ansicht der Bank nur leicht positiv, während das Live-Entertainment stark wächst und den größten Teil des Zuwachses liefern dürfte.
Auch beim operativen Gewinn (EBITDA) soll es gut aussehen, Analyst Lars Vom-Cleff erwartet hier ein Anstieg von rund 14 Prozent. Analog zum Umsatz soll auch beim Gewinn besonders das Live-Entertainment sehr stark zulegen, während das Ticketing nur moderat wachsen dürftet. Insgesamt könnte die Gewinnmarge aber nach Ansicht der Deutschen Bank leicht sinken, weil das Wachstum in weniger profitablen Bereichen stärker ausfällt und gleichzeitig bestimmte Kosten beziehungsweise Programme zur Effizienzsteigerung berücksichtigt werden müssen, die erst später voll zum Tragen kommen dürften.
CTS Eventim ist ein führender europäischer Anbieter für Ticketing und Live-Entertainment. Das Unternehmen betreibt eine der größten Plattformen für den Verkauf von Eintrittskarten für Konzerte, Sport- und Kulturveranstaltungen. Neben dem Ticketvertrieb organisiert das Unternehmen mit Sitz in Bremen auch selbst große Events und arbeitet mit Veranstaltern und Künstlern zusammen. Ein wichtiger Teil des Geschäfts ist die Kombination aus digitalem Ticketing und der direkten Vermarktung von Live-Events. Erst vor ein paar Wochen hatte CTS-Chef Klaus-Peter Schulenberg für mehr als zehn Millionen Euro Aktien des eigenen Unternehmens erworben (siehe €uro am Sonntag, Ausgabe 15/2026).