Die Deutsche Bank hat zum ersten Mal die Aktie von Hochtief unter die Lupe genommen - so lautet ihr Urteil
Hochtief ist seit Kurzem Mitglied im DAX 40 und zählt zu den weltweit führenden Bau- und Ingenieurkonzernen. Besonders stark ist das Unternehmen in den USA und Australien vertreten. Auf diese beiden Regionen entfielen 2025 zusammen rund 85 Prozent des Konzernumsatzes. In den vergangenen Jahren hat Hochtief zudem kräftig vom Boom bei Rechenzentren und Technologieprojekten profitiert.
Die Deutsche Bank hat nun die Beobachtung der Hochtief-Aktie gestartet. Für Analystin Isabella Baxter ist die internationale Aufstellung des Konzerns mit Sitz in Essen ein wichtiger Wachstumstreiber. Eine zentrale Rolle spielt dabei die US-Tochter Turner. Das Unternehmen gehört für das Finanzinstitut zu den führenden Bau- und Baudienstleistern in den USA und ist dort allem auf große und komplexe Projekte spezialisiert. Dazu zählt beispielsweise der geplante rund zehn Milliarden US-Dollar teure Rechenzentrumscampus von Meta in Indiana, der eine Leistung von rund einem Gigawatt erreichen soll.
Vor allem die starke Position im US-Rechenzentrumsmarkt eröffnet nach Ansicht der Bank Hochtief Chancen, vom weiter zunehmenden Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu profitieren. Gleichzeitig sorge das Geschäft in Australien und anderen Regionen für eine breitere Aufstellung. In der Region Asien-Pazifik ist Hochtief vor allem über die Tochter CIMIC aktiv. Das Unternehmen konzentriert sich auf ingenieurgetriebene Bauprojekte und ist insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Bergbau und Rohstoffe tätig.
Die Deutsche Bank versieht die Hochtief-Aktie mit einem Kursziel von 477 Euro und einer „Halten“-Einstufung. Ausgehend vom aktuellen Kurs ergibt sich damit zunächst nur ein überschaubares Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig sieht Analystin Baxter in einem optimistischen Szenario deutlich mehr Luft nach oben – von mehr als 45 Prozent.