Am Freitag startet SpaxeX an der Börse. Anleger, die in Elon Musks Weltraumspektakel investieren wollen, müssen viel irdische Schwerkraft überwinden.

Am Freitag, 12. Juni, startet der wohl bislang größte Börsengang aller Zeiten. Mit einem geplanten Emissionserlös von 75 Milliarden Dollar stellt das Mega-IPO von Elon Musks KI- und Satellitenkonzern SpaceX alle vorangegangenen Börsengänge in den Schatten. 2019 hatte die Neuemission der Ölfirma Saudi Aramco 26 Milliarden Dollar eingespielt und damit zuletzt die Topliste angeführt.

Mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie strebt Space X eine Gesamtbewertung von fast 1,8 Billionen Dollar an. Deutsche Privatanleger können beispielsweise über den Neobroker Trade Republic zeichnen. „Trade Republic wurde als Vertriebspartner für Privatanleger beim geplanten Börsengang von SpaceX bestätigt“, teilte die Smartphonebank mit. "Trade Republic ermöglicht Privatanlegern in Europa ab sofort die direkte Teilnahme an ausgewählten Börsengängen. Kunden können Börsengänge direkt in der App zeichnen und damit schon  vor dem Handelsstart investieren. Die Zuteilung erfolgt proportional zum jeweiligen Zeichnungsvolumen und zum offiziellen Zuteilungspreis."

"SpaceX wird zum Gradmesser, wieviel Risikokapital noch für KI und Technologie mobilisiert werden kann"

Offizieller Börsenstart von SpaceX ist der kommende Freitag. Das IPOdürfte das Anlegerinteresse an Raumfahrtthemen weiter steigern und noch mehr Kapital in diese Wachstumsbranche fließen lassen, heißt es in Finanzkreisen. Doch Kritiker sind skeptisch: „SpaceX ist ein aufgeblähtes Monster“, warnt Anlageprofi und Shareholder-Value-CEO Frank Fischer.

Marktanalyst Timo Emden von Emden Research sieht das SpaceX-IPO zudem als ersten großen Stresstest für die KI-Rally. „Die Platzierung könnte zum Gradmesser werden, wie viel Risikokapital nach Jahren der KI- und Technologierally noch mobilisiert werden kann.“

SpaceX hatte im ersten Quartal 2026 bei einem Umsatz von 4,69 Milliarden Dollar einen Nettoverlust von 4,3 Milliarden Dollar eingefahren und damit bereits fast so viel wie im Gesamtjahr 2025 (4,9 Milliarden Dollar Verlust). Die Investitionsausgaben in Q1 lagen bei 10,1 (Vorjahresquartal: 4,1) Milliarden Dollar.

Fazit

Enthusiasten sehen im IPO eine historische Chance. Doch astronomische Bewertung, anhaltende Milliardenverluste und starke Abhängigkeit von mehr oder weniger vagen Zukunftstechnologien machen die Aktie zu einer hochriskanten Wachstumswette. Zudem könnten nach dem IPO Altaktionäre aussteigen, was zu Kursturbulenzen führen kann. Anleger, die in Musks Raumfahrtspektakel investieren wollen, müssen jedenfalls viel irdische Schwerkraft überwinden.


iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (WKN: A0YEDL)