SpaceX-Chef Elon Musk geht bei Nvidia auf milliardenschwere Einkaufstour - und schickt eine Warnung raus
SpaceX und Nvidia verbindet vor allem ein großes Geschäft: SpaceX braucht leistungsstarke Chips für seine KI-Rechenzentren – Nvidia liefert die Grafikprozessoren, kurz GPUs. Wie SpaceX-Chel Elon Musk auf der Plattform "X" postet, hat SpaceX dafür gerade eine Finanzierung von 40 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Chips sollen überwiegend in der ersten Hälfte des kommenden Jahres eintreffen.
Der Mega-Deal ist für beide Seiten bedeutsam. SpaceX bekommt Zugang zu der Rechenleistung, die es für den Ausbau seiner KI-Angebote braucht. Nvidia wiederum erhält einen großen potenziellen Abnehmer für seine Chips. SpaceX will die Computerleistung nicht nur selbst nutzen, sondern auch an andere KI-Unternehmen vermieten. So könnte aus dem Chipkauf für den Konzern von Elon Musk ein neues Geschäftsfeld werden – zusätzlich zu Starlink und Raketenstarts.
Die Finanzierung soll über eine eigene Gesellschaft laufen, damit die Schulden nicht direkt in der SpaceX-Bilanz stehen. Laut der Wirtschaftsagentur Bloomberg waren Goldman Sachs und Investoren um Apollo Global Management an den Gesprächen beteiligt. Musk schrieb, der Deal sei abgeschlossen. Kurz zuvor hatte Bloomberg allerdings berichtet, dass die Verhandlungen durch die Nervosität am KI-Finanzierungsmarkt ins Stocken geraten seien. Die genauen Konditionen sind daher bisher nicht öffentlich klar.
Musk nutzte die Nachricht auch für eine Warnung an kleinere Anbieter von KI-Rechenleistung, sogenannte Neoclouds. Diese Firmen vermieten Computerleistung an Unternehmen, die KI entwickeln. Viele von ihnen seien stark verschuldet und hätten kaum Einnahmen außerhalb des KI-Geschäfts. „Der Zugang zu Geld ist für solche Unternehmen fast völlig versiegt“, schrieb Musk. Er erwartet, dass viele der mehr als 200 Anbieter verschwinden oder von anderen übernommen werden. SpaceX selbst wolle keinen Neocloud kaufen – das sei „sinnlos“.
Fazit
SpaceX setzt beim KI-Ausbau auf Nvidia-Technik, der US-Chipgigant profitiert von der Nachfrage nach seinen GPUs. Wie groß der tatsächliche Umsatz für Nvidia wird, hängt unter anderem von den endgültigen Vertragsbedingungen und dem Zeitplan der Lieferungen ab. SpaceX will sich mit KI-Cloudeinnahmen neben den Erlösen aus Starlink und Raketenstarts ein drittes Standbein aufbauen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX, Nvidia