Der Milliardenfonds DWS Grundbesitz Europa schränkt die Rücknahme der Anteile massiv ein.

Die Krise der Offenen Immobilienfonds war bislang auf eher kleinere Branchenvertreter beschränkt. Doch nun sind auch die Großen nicht mehr sicher. Wer seine Anteile am Offenen Immobilienfonds Grundbesitz Europa zurückgeben will, kommt nur mehr an zehn Prozent seines Geldes. Die Deutsche-Bank-Tochter DWS hat die Rücknahme am Montag auf diesen Wert beschränkt. 

Die „Gating“ genannte Maßnahme wurde erst im April in den Anlagebedingungen des 4,3 Milliarden Euro schweren Fonds verankert. Wer also Anteile für 10.000 Euro zurückgeben möchte, erhält nur 1.000 Euro, der Rest des Auftrags verfällt. Für ihn muss ein neuer Auftrag erteilt werden, bei dem erneut die gesetzliche zwölfmonatige Rückgabefrist gilt.  

„Uns ist bewusst, dass die Entscheidung persönliche Belastungen für Anleger mit sich bringt“, sagte Christian Bäcker, Geschäftsführer der DWS Grundbesitz. Die Fondsgesellschaft will nun mit Immobilienverkäufen die Liquidität erhöhen. Die drei Grundbesitz-Fonds haben seit 2022 rund sechs Milliarden Euro ausgezahlt und Liegenschaften für 4,5 Milliarden verkauft.   Die Ratingagentur Scope überprüft inzwischen die Ratings der drei Fonds.