Hedgefonds-Milliardär Bill Ackman, unter anderem bekannt als aktivistischer Investor, bereitet offenbar einen Börsengang seiner Investmentgesellschaft Pershing Square Capital Management vor. In einem ersten Schritt trennt er sich nun von Anteilen am Unternehmen. Die Bewertung soll eher gehoben ausfallen. 

Bill Ackman veräußert eine zehnprozentige Beteiligung an Pershing Square im Rahmen einer Finanzierungsrunde. Diese bewerte das Unternehmen mit mehr als zehn Milliarden Dollar, berichtet das Wallstreet Journal. unter Berufung auf eine informierte Person. Das Geld werde als Kapital für weitere Fonds des Unternehmens verwendet. Die Transaktion könnte demnach bereits in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Den Börsengang plant Ackman wohl für Ende des kommenden Jahres.  

Vergleich mit Vermögensverwaltern

Dem Bericht zufolge verwaltete Pershing Square Ende April rund 16,3 Milliarden Dollar. Andere Vermögensverwalter, die über eine ähnliche wie die von Pershing Square angestrebte Bewertung verfügen, erreichen ein Vielfaches davon. Diese Diskrepanz rechtfertigt Pershing Square mit der Annahme, nach Auflage von Pershing Square U.S.A. und weiteren Fonds deutlich mehr Geld zu verwalten und mehr an Gebühren einzunehmen. Potenzielle Investoren sollten Pershing Square Capital eher mit Vermögensverwaltern als mit Hedgefonds vergleichen.

Pershing Square Capital Management investiert in wenige, große Unternehmen, die es als unterbewertet erachtet. Das 13F-Filing zum ersten Quartal offenbarte als größte Beteiligungen die Restaurantkette Chipotle Mexican Grill und den Hotelbetreiber Hilton Worldwide.

Fazit

Der Börsengang eines Hedgefonds ist ein seltener Schritt. Zudem hat sich Ackman als Investor einen Namen gemacht. Entsprechend spannend wäre der Börsengang, sollten sich die Berichte bestätigen. So oder so dauert es bis zu einem IPO auf jeden Fall noch bis nächstes Jahr.