Wie Anleger mit kräftigem Abschlag eine der erfolgreichsten europäischen Pharmaaktien kaufen
Eine der erfolgreichsten europäischen Pharmaaktien ist die von UCB (WKN: 852738) aus Belgien. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat sich der Kurs mehr als verdreifacht. Auslöser war das Blockbuster-Medikament Bimzelx, das etwa gegen Schuppenflechte erfolgreich eingesetzt wird. Damit gelang es UCB, stark zu wachsen und die unter Generika-Druck stehenden älteren Medikamente abzulösen. Und UCB hat noch einiges vor. Die Indikationen für den Blockbuster werden ausgeweitet.
Dazu hat UCB noch durch geschickte Firmenkäufe die Pipeline im Bereich Autoimmunkrankheiten und im Bereich Epilepsie gestärkt. Das sei im Kurs nicht abgebildet, sagen die Analysten von Berenberg und führen die Aktie mit einem Kursziel von 305 Euro, aktuell kostet sie 257 Euro. Wer über die Aktie nachdenkt, muss unbedingt einen Blick auf die Aktie von Financiére de Tubize (A0ETZ2) werfen, eine ebenfalls notierte Holding-Gesellschaft. Solche Konstruktionen sind in Belgien nicht unüblich, um den Einfluss von Familien auf einzelne meist größere Firmen zu ermöglichen. Im Fall von Tubize geht es eben um UCB. Die Historie dazu finden Interessierte im Geschäftsbericht, die Holding lässt sich fast 100 Jahre zurückverfolgen. Die Aufgabe von Tubize ist das Management der Beteiligung an UCB.
Im Moment besitzt die Holding 70,562 Millionen Aktien. Das sind knapp 36,3 Prozent am Kapital. Werden nun die Kurse der Pharmaaktie angesetzt, errechnet sich abzüglich der kaum messbaren Verschuldung ein Nettovermögenswert von 18,1 Milliarden Euro oder umgerechnet 407 Euro pro Aktie. An der Börse wird Tubize aber nur mit 222 Euro bewertet. Das heißt: Über die Holding erfolgt der Einstieg für nur 54 Prozent des aktuellen Kurses.