Die überraschend starken Wachstumssignale von TSMC bringen frischen Schwung in die gesamte Zulieferbranche für Halbleiter. Der taiwanesische Branchenprimus plant massive Investitionen für die kommenden drei Jahre, um den globalen Bedarf an Hochleistungschips zu bedienen, insbesondere für KI-Anwendungen. Auch bei deutschen Papieren zeigt sich die Begeisterung: Aixtron-Papiere gewinnen rund fünf Prozent.
TSMCs Quartalszahlen räumten am Morgen letzte Zweifel am KI‑getriebenen Nachfrageboom beiseite. Die angekündigte Ausweitung der Kapazitäten zeigt, dass der Bedarf an modernster Chiptechnologie ungebrochen ist. Für Aixtron ist das ein positives Signal, denn die Anlagen des Unternehmens spielen eine zentrale Rolle bei der Fertigung anspruchsvoller Verbindungshalbleiter. Damit sind die Aussichten auf weitere Aufträge gut.
Unterstützung kommt auch aus der Analystenwelt: Barclays hat sein Kursziel für Aixtron jüngst auf 25 Euro angehoben und die "Overweight"-Einstufung bekräftigt. Die Branche stehe vor einer starken Berichtssaison, so die Experten.
Jefferies bleibt etwas vorsichtiger. Zwar wird auch hier ein leicht höheres Kursziel von 18,20 Euro angesetzt, doch die Analysten warnen vor möglichen Enttäuschungen im Jahr 2026, sollten die Erwartungen angesichts hoher Bewertungen nicht erfüllt werden. Bereits im letzten Jahr hatten sich diverse Analysehäuser positiv zu dem MDAX-Papier geäußert, was dem Titel seit Herbst 2025 frischen Schwung beschert hatte.
Das Unternehmen aus Herzogenrath stellt so genannte CVD- und MOCVD-Anlagen her, die für die Produktion von Verbindungs- und optoelektronische Halbleitern wichtig sind.
Fazit
Starke Schwankungen sind bei der Aixtron-Aktie keine Seltenheit. Das Papier ist nichts für schwache Nerven, zumal der Titel nicht unbedingt ein Schnäppchen ist.
Enthält Material von dpa-AFX