Die Nordex‑Aktie hatte zuletzt beeindruckenden Lauf und erklomm zum Start des neuen Jahrs zwischenzeitlich sogar ein neues Mehrjahreshoch. Damit setzte sich die Hausse der letzten Monate fort: Im letzten Jahr gehörte das Papier zu den fünf besten Werten im MDAX. Der kleine Rücksetzer von rund zwei Prozent am heutigen Vormittag sollte die Laune nicht trüben.

Anleger dürften derzeit erst einmal Gewinne mitnehmen, schließlich haben die Papiere des Spezialisten für Windräder im noch sehr jungen Jahr 2026 bereits zweistellig zugelegt. Die Hamburger punkten derzeit mit einer regelrechten Auftragsflut, gefühlt täglich gibt es neue Erfolgsmeldungen.

Erst gestern meldeten die Norddeutschen neue Verträge für 15 Projekte in Frankreich, Belgien und Portugal, die Ende 2025 eingingen. Insgesamt sollen 78 Turbinen mit einer Kapazität von mehr als 414 Megawatt geliefert werden, ergänzt um langfristige Service- und Wartungsverträge. Die Auslieferung ist für 2027 geplant.

Heute wurde bekannt gegeben, dass Nordex ebenfalls bereits Ende 2025 auch noch neue Aufträge aus Spanien eingesammelt hat. Insgesamt geht es dabei um Projekte mit einer Leistung von 245,8 Megawatt, für die der Windanlagen-Hersteller 38 Turbinen an mehrere unabhängige Stromerzeuger liefern soll. Die Anlagen verteilen sich auf die vier Provinzen Teruel, Navarra, Burgos und Léon.

Zu den Auftraggebern gehört auch Nadara, einer der größten unabhängigen Onshore- Windenergieerzeuger Europas. Das Unternehmen plant in der Provinz Léon seinen ersten Windpark in Spanien. Auch die spanischen Aufträge umfassen langfristige Serviceverträge.

Die neuen Auftragsmeldungen stärken das Vertrauen in die Wachstumsperspektiven des Konzerns. Entsprechend sehen Analysten weiteres Potenzial. So erhöht Metzler das Kursziel von 30 auf 35 Euro, Deutsche Bank setzt das Ziel von 30 auf 34 Euro herauf und Goldman Sachs traut der Aktie 34,50 statt bislang 31,90 Euro zu.

Nordex (WKN: A0D655)

Fazit

Die aktuelle Verschnaufpause überrascht nach dem deutlichen Anstieg der Nordex-Aktie in den letzten Monaten nicht. Wer vom weiteren Ausbau der Windenergie überzeugt ist, kann Rücksetzer als Kaufchance nutzen.