Nach den US-Banken legen in Kürze auch die Deutsche Bank und die Commerzbank ihre Quartalsergebnisse vor. Die Analysten der Deutschen Bank haben schon mal den Frankfurter Lokalrivalen analysiert - und sind zu bemerkenswerten Ergebnissen gekommen.
Nach den teilweise durchwachsenen Vorgaben der US-Banken, die bereits vergangene Woche ihre Zahlen veröffentlicht haben, richten sich nun die Blicke auf die deutschen Geldhäuser. Die Deutsche Bank ist am Donnerstag, 29. Januar mit ihrem Zwischenbericht dran, die Commerzbank präsentiert ihre Ergebnisse am Mittwoch, 11. Februar.
Einige Analysten haben jetzt ihre Erwartungen präzisiert. So hat Deutsche-Bank-Analyst Benjamin Goy seine Kaufempfehlung für die Commerzbank-Aktie bestätigt und das Kursziel von 37 auf 38 Euro angehoben. Die zweitgrößte deutsche Privatbank werde wohl über ein „starkes Schlussquartal 2025" berichten und den Ausblick für den Zinsüberschuss anheben.
Die anhaltende Kapitalstärke schaffe zudem die Voraussetzung für höhere Gewinnausschüttungen. Hinzu komme, dass die Commerzbank-Aktie im Branchenvergleich günstig bewertet sei. Die kanadische Bank RBC hat unterdessen das Kursziel für die Commerzbank von 36 auf 37 Euro angehoben, die Einstufung aber auf „Halten" gelassen. RBC rechnet ebenfalls mit verbesserten Zinserträgen bei gleichzeitig marginal gestiegenen Kosten. Auch JP Morgan hat seine „Halten"-Einschätzung bestätigt und das Kursziel von 33 auf 36 Euro angehoben.
Auch zur Deutschen Bank gibt es Analysteneinschätzungen. So haben die Analysten von Barclays und JP Morgan ihre Kaufempfehlungen für die Aktie bestätigt und Kursziele von 39 und 40 Euro genannt. Barclays rechnet damit, dass Erträge und Kosten besser ausfallen als vom Markt erwartet. Auch sei bei der Deutschen Bank ein überraschendes Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe zu erwarten. JP Morgan verspricht sich vom Investmentbanking Impulse.
Fazit
Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank haben im vergangenen Jahr über 100 Prozent zugelegt. Danach schien das Aufwärtspotenzial begrenzt. Doch Analysten trauen den beiden Bankaktien jetzt wieder mehr zu, vor allem weil die Erwartungen an die Zinserträge zugenommen haben. Das Aufwärtspotenzial für die Aktien fällt bei der Deutschen Bank mit 20 bis 25 Prozent größer aus als bei der Commerzbank Bank mit fünf bis zehn Prozent.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.