SpaceX will neue Mobilfunk-Frequenzen erhalten. Die Mobilfunkanbieter wehren sich dagegen

In einem Schreiben an die US-Kommunikationsaufsicht FCC fordert SpaceX, Vorschläge von T-Mobile und dem Aerospace and Flight Test Radio Coordinating Council (AFTRCC) abzulehnen. Diese Vorschläge könnten laut SpaceX die Sendeleistung von Satelliten begrenzen. Hintergrund ist die Sorge, Satellitensignale könnten Systeme stören, mit denen Flugtests überwacht werden. SpaceX hält die Einwände für technisch nicht ausreichend begründet und nannte die Empfehlungen „technisch nicht tragfähig“, wie das Branchenportal Phonearena berichtet. T-Mobile US ist eine Tochter der Deutschen Telekom und deren wichtigster Gewinnbringer. Probleme bei dem Mobilfunkkonzern schlagen so direkt auf die Deutsche Telekom durch.

SpaceX wirft den etablierten Mobilfunkanbietern außerdem vor, neue Konkurrenz ausbremsen zu wollen. In dem Schreiben heißt es sinngemäß: „Der unangebrachte Wunsch, einem Wettbewerber zu schaden, hat dazu geführt, dass viele etablierte Anbieter modernisierte Regeln ablehnen.“ Damit könnten Satellitenverbindungen gerade in abgelegenen und bislang schlecht versorgten Regionen erschwert werden, so SpaceX.

Besonders umstritten sind mögliche Schutzzonen um Mobilfunkmasten. SpaceX zufolge könnten T-Mobiles Vorschläge solche Zonen mehr als 400 Kilometer weit ausdehnen. In diesen Gebieten könnte der Satelliten-Mobilfunk eingeschränkt werden. SpaceX warnt, Millionen Menschen könnten dadurch den Zugang zu dem Dienst verlieren. Zudem argumentiert der Raumfahrt-Konzern , die Antennen auf Mobilfunkmasten seien gerichtet und könnten Störungen durch Satellitensignale deshalb besser verkraften. T-Mobile und andere große Mobilfunkanbieter sehen die Sache anders: Sie befürchten, dass neue Satellitenregeln ihre bestehenden 5G-Netze beeinträchtigen könnten.

Fazit

Die FCC hat  zunächst einen Vorschlag zur weiteren Beratung vorangebracht – und noch keine endgültige Regel beschlossen. Es geht um zusätzliche Frequenzen für Satelliten-Mobilfunk. T-Mobile und andere Anbieter wollen einen Teil davon ausgenommen sehen.  SpaceX würde von einem großzügigen Zugang profitieren, im gegensätzlichen Falle würde das T-Mobile US und in der Folge auch die Deutsche Telekom stützen. 

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX, Deutsche Telekom