Der Münchner Autobauer hat dank gefragter Elektro-Modelle im Sommerquartal mehr Autos abgesetzt. 

Insgesamt 621.699 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce wurden an die Kunden übergeben, teilte der DAX-Konzern in einer vorläufigen Aufstellung mit. 

Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 5,8 Prozent. Nach neun Monaten liegt der Absatz mit rund 1,84 Millionen Fahrzeugen um 5,1 Prozent über Vorjahr. Der scheidende Vertriebschef Pieter Nota sieht BMW auf Kurs, die diesjährigen Wachstumsziele zu erreichen.

Gefragte Stromer, Schwäche in China

Der Löwenanteil der Auslieferungen in den vergangenen drei Monaten entfiel auf die Marke BMW. Diese machte fast 550 Tausend der abgesetzten Autos aus. Vor allem die vollelektrischen Modelle erfreuen sich hoher Nachfrage. Im dritten Quartal verdoppelte sich ihr Absatz auf 83.211 Einheiten. Insgesamt übergab der Konzern im dritten Quartal 93.931 vollelektrische Fahrzeuge der Marken BMW und Mini. Dies entspricht einem Zuwachs von 79,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum.


BMW (WKN: 519000)

Regional konnten die Münchner eine Schwäche im wichtigen Markt China ausgleichen. Im Reich der Mitte sank der Absatz in den Sommermonaten leicht um 1,8 Prozent. In den USA (+7,8 Prozent) und vor allem Europa (+12,9) Prozent konnte der Konzern dagegen deutlich zulegen.

Für BMW ist die starke Nachfrage ein wichtiger Schritt für das Jahresziel. Vollelektrische Modelle sollen 2023 einen Anteil von 15 Prozent am Gesamtabsatz ausmachen. 

Ärger droht dagegen von anderer Seite: Untersuchungen der Europäischen Union zu Staatsbeihilfen Chinas für den Elektroauto-Sektor betreffen nun auch BMW.  Die EU will klären, ob und in welchem Umfang China Stromer subventioniert. Es drohen Strafzölle. BMW produziert sein SUV-Modell iX3 ausschließlich in der Volksrepublik. Im kommenden Jahr sollen dort auch elektrische Mini-Cooper für den europäischen Markt gefertigt werden. 

Fazit

Die Elektroautos der Münchner sind gefragt. Im dritten Quartal wurde das Ziel von 15 Prozent Absatzanteil vollelektrischer Modelle erreicht, Einbußen im wichtigen Markt China zudem kompensiert. Endgültige Absatzzahlen legt der Konzern mit der Quartalsmitteilung am 3. November vor. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BMW.