Neues Jahr, neues Kurshoch: Der Start ins Börsenjahr 2026 hätte für die Chipbranche kaum besser ausfallen können. Vor allem für ASML war es ein Auftakt nach Maß: Die Aktie kletterte auf über 1024 Euro und erreichte damit ein neues Allzeithoch.

Die Begeisterung für alles, was mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu tun hat, die bereits 2025 wesentlich geprägt hatte, hält also weiter an. Die Branche hatte bekanntlich dank der weltweiten KI‑Expansion und der massiven Rechenzentrumsinvestitionen der großen Cloudanbieter ein enorm erfolgreiches Jahr.

Zwar gilt es Skeptikern als ausgemachte Sache, dass der Sektor extrem heiß gelaufen ist, viele Werte stark überbewertet sind und diese Blase eines Tages platzen wird. Aber noch scheint es nicht so weit zu sein.

Derweil steht ASML mal wieder im Rampenlicht. Denn einmal mehr hat ein Analysehaus seine Einschätzung überarbeitet und das Kursziel für den niederländischen Maschinenbau-Spezialisten nach oben geschraubt: Die Experten von Bernstein Research heben ihre Einstufung von "Marketperform" auf "Outperform" an und schrauben das Kursziel von 800 gleich auf 1.300 Euro hoch.

Die Firma stellt Hochpräzisionsmaschinen zur Chipproduktion her und hat in den wichtigsten Bereichen so gut wie keine ernstzunehmenden Konkurrenten, etwa bei der so genannten EUV-Lithografie.

Für Analyst David Dai ist ASML der aussichtsreichste Titel der europäischen Halbleiterlandschaft im Jahr 2026. Das Unternehmen profitiere besonders vom Aufschwung im so genannten DRAM‑Segment, da die drei führenden Speicherhersteller ihre Fertigungskapazitäten massiv erweiterten, so der Experte. Diese Speicher werden in PCs, Laptops, Smartphones, Servern oder KI‑Rechenzentren verwendet - also nahezu überall.

Ein zusätzlicher Impuls komme aus dem Geschäft mit Logikchips, so der Analyst: So erweitere unter anderem TSMC seine Fertigung, um der rasant steigenden Nachfrage aus dem KI‑Bereich gerecht zu werden.

ASML (WKN: A1J4U4)

Fazit

Mit Spannung blickt der Markt nun auf die Zahlen, die ASML Ende des Monats vorlegen will. Dann dürfte der Konzern seine Erwartungen für die kommenden Quartale skizzieren. Der Titel bleibt aussichtsreich.