Europäische Bankenriesen wie Santander, UBS und BNP Paribas haben Rekordzahlen vorgelegt. Am kommenden Mittwoch ist die Commerzbank an der Reihe. Doch nach dem Rekordlauf 2025 schwächelt die Aktie.

Rund 120 Prozent hat die Aktie der Commerzbank im vergangenen Jahr zugelegt, von 17 auf bis zu 38 Euro. Doch seit Jahresbeginn ist der Antrieb weg, und die Aktie liegt sogar leicht im Minus, während der europäische Bankenindex Euro Stoxx Banks rund 4,5 Prozent zugelegt hat.

Damit zählt die Commerzbank-Aktie zu den schwächsten Bankentiteln in Europa. Am kommenden Mittwoch (11. Februar) legt Vorstandschefin Bettina Orlopp die Jahreszahlen vor. Rund 2,9 Milliarden Euro Gewinn werden erwartet. Der Zinsüberschuss sollte sich auf 8,2 Milliarden Euro leicht erhöhen. Zudem startet die Bank ein Aktienrückkaufprogramm.

Von 21 bei Bloomberg gelisteten Analysten empfehlen derzeit acht die Commerzbank-Aktie zum Kauf, neun zum Halten und vier zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 35,31 Euro leicht unter dem aktuellen Kursniveau. Großes Kurssteigerungspotenzial sehen die Analysten bei der Aktie also nicht mehr. 

Andreas Pläsier vom Bankhaus Warburg Research hat seine „Halten“-Empfehlung für die Commerzbank-Aktie kürzlich bestätigt und das Kursziel von 30,70 auf 34,80 Euro angehoben. Er verwies auf die robuste Entwicklung im vierten Quartal, die das Erreichen der Jahresziele wahrscheinlich machten. Goldman Sachs empfiehlt ebenfalls "Halten" bei einem Kursziel von 35,10 Euro.

Fazit

Die rasanten Kursgewinne des vergangenen Jahres werden sich bei vielen Bankaktien nicht wiederholen, auch wenn die Banken weiter solide aufgestellt sind und vor allem die Zinsüberschüsse kräftig sprudeln. Bei der Commerzbank ist es zudem um die mögliche Übernahme durch die italienische Unicredit ruhig geworden, was an der Börse weiteren Wind aus den Segeln nimmt.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.