Ein enttäuschender Ausblick hat am Dienstag zu einem jähen Kurssturz beim Triebwerksbauer MTU geführt. Immer mehr Analysten äußern sich jetzt zu der Aktie.
Noch vor einer Woche hatte die MTU-Aktie ein Rekordhoch bei über 400 Euro markiert. Gestern ist die DAX-Aktie nach enttäuschenden Aussagen bei der Vorlage der Geschäftszahlen eingebrochen. Die Titel gaben bis zu acht Prozent nach und notieren derzeit auf einem Niveau von 373 Euro.
Vor allem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr kam im Markt nicht gut an. So soll die operative Marge zwischen 14,5 und 15,5 Prozent liegen, nachdem der Wert im vergangenen Jahr bereits bei 15,5 Prozent lag. Auch von Währungsseite drohten Belastungen für das Ergebnis.
Die für 2025 gemeldeten Ergebnisse waren ansonsten im Rahmen der Erwartungen geblieben. Umsatz und operativer Gewinn sollen weiter zulegen. Die Dividende soll um rund 60 Prozent auf 3,60 Euro je Aktie klettern.
Inzwischen melden sich immer mehr Analysten zu Wort. Das Analysehaus Jefferies blieb bei seiner Kaufempfehlung und einem Kursziel von 500 Euro. Angesichts der gewohnt konservativen Zielsetzung des Unternehmens sei der Ausblick für 2026 positiv. Die Aktie sei der bevorzugte Titel in der zivilen Luftfahrt.
JP Morgan sieht nach einem „übertriebenen Kursrutsch eine attraktive Einstiegsgelegenheit“. Das Kursziel liegt hier bei 465 Euro. Auch die LBBW zeigte sich weiter zuversichtlich für die MTU-Aktie. Angesichts der Wachstumsperspektiven sei die Aktie nach dem jüngsten Rücksetzer attraktiv bewertet. Das Kursziel der Kaufempfehlung liegt hier bei 440 Euro.
Fazit
Trotz aktueller Probleme im Triebwerksprogramm insbesondere im Zusammenhang mit dem Rückruf von Getriebefan-Triebwerken (GTF), Währungsbelastungen und einer etwas moderateren Cashflow-Prognose bleibt die MTU-Aktie nicht zuletzt angesichts der guten Marktposition des Herstellers langfristig aussichtsreich.