Die Privatbank Berenberg hat den Leasingspezialisten Grenke auf ihre Favoritenliste gesetzt. Die Jahresbilanz dürfte eine Trendwende einläuten, die Bewertung sei attraktiv.

Rund acht Prozent hat die Grenke-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten verloren. Nach einem steilen Anstieg von zwölf Euro Mitte Mai bis fast 20 Euro Mitte August bröckelte die Notierung seitdem wieder ab. Zwar hat sich die Aktie seit einem erneuten Tief bei fast 13 Euro im November wieder stabilisiert. Von einer nachhaltigen Erholung kann aber keine Rede sein.

Seine Geschäftszahlen legt Grenke am 12. März vor. Eine Neugeschäftsmeldung hat es bereits am 7. Januar gegeben. Demnach hat der Leasingspezialist trotz eines mäßigen Schlussquartals 2025 mehr Neugeschäft abgeschlossen. Die selbstgesteckten Jahresziele sollen erfüllt worden sein.

Im Gesamtjahr 2025 war das Leasingneugeschäft um fast acht Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Marge ging leicht von 17,0 auf 16,7 Prozent zurück.  Im vierten Quartal kletterte das Leasinggeschäft um knapp vier Prozent auf 891 Millionen Euro. Die Marge reduzierte sich auf 15,7 Prozent. 

Grenke-Chef Sebastian Hirsch hatte 2025 als Jahr des Übergangs bezeichnet und sich trotz der schwachen Konjunktur und der Zunahme von Firmenpleiten zum Jahresauftakt zuversichtlich gezeigt. Die ausgebaute internationale Marktposition bilde den Grundstein für künftiges Gewinnwachstum.

Fazit

In diesem Umfeld hat Berenberg nun seine Kaufempfehlung für Grenke bestätigt bei einem Kursziel von 29 Euro. Die Aktie kam auf die Favoritenliste, die Jahresbilanz dürfte die Trendwende einläuten, erklärte Berenberg-Analyst Marius Fuhrberg. Zuletzt hatte das Analysehaus Warburg Research im Januar seine Kaufempfehlung für Grenke bestätigt, das Kursziel jedoch von 30,00 auf 29,70 Euro gesenkt. Analyst Andreas Pläsier hatte damals das Neugeschäft als solide bezeichnet. 

Grenke (WKN: A161N3)