Was für ein Paukenschlag bei Nel Asa: Der Chef verlässt das Unternehmen
Wie das norwegische Wasserstoff-Unternehmen Nel ASA heute mitteilt, verlässt der Nel-Chef das Unternehmen. "Håkon Volldal hat beschlossen, als Präsident und Vorstandsvorsitzender (CEO) von Nel ASA zurückzutreten, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Volldal verfügt über eine Kündigungsfrist von sechs Monaten und wird seine Funktion weiterhin ausüben, während die Suche nach einem Nachfolger läuft. Der Aufsichtsrat hat den Prozess zur Rekrutierung eines neuen CEO bereits eingeleitet" so das Unternehmen in der entsprechenden Pressemitteilung.
Und weiter heißt es in der Mitteilung: "Der Aufsichtsratsvorsitzende Arvid Moss erklärt: „Seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Juli 2022 hat Herr Volldal eine wichtige Rolle bei der Ausrichtung der Unternehmensstrategie gespielt. Er hat das Produktportfolio erneuert, die Organisation und das Führungsteam gestärkt und strategische Partnerschaften mit einigen der weltweit führenden Unternehmen der Branche aufgebaut. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine bedeutenden Beiträge während seiner Amtszeit und wünscht ihm für den nächsten Schritt seiner Karriere viel Erfolg. Zugleich möchte der Aufsichtsrat betonen, dass die strategische Ausrichtung und die wichtigsten Prioritäten von Nel unverändert bleiben.“
Håkon Volldal sagt: „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, Nel als Präsident und CEO geführt zu haben, und möchte dem Aufsichtsrat sowie meinen Kolleginnen und Kollegen für ihre anhaltende Unterstützung während einer ereignisreichen vierjährigen Periode danken. Obwohl meine neue Tätigkeit in einer anderen Branche liegen wird, bleibe ich ein überzeugter Befürworter von sauberem Wasserstoff im Allgemeinen und von Nel im Besonderen."
Soweit die Pressemitteilung.
Die Aktie von Nel ASA gehört zu den bekanntesten Wasserstoffwerten und stand während des Wasserstoffbooms 2020 und 2021 stark im Fokus. Das Unternehmen entwickelt und produziert Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff sowie Wasserstofftankstellen. In den vergangenen Jahren litt die Aktie jedoch unter hohen Verlusten wegen einer schwächeren Nachfrageentwicklung und der Ernüchterung vieler Investoren über den langsameren Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Trotz eines hohen Auftragsbestands schreibt Nel weiterhin rote Zahlen und steht unter Druck, die Profitabilität zu verbessern.
Fazit
Die Kündigung des Nel-Chefs stärkt nicht gerade das Vertrauen in das Unternehmen. Anleger warten die weitere Entwicklung ab. Kurzfristig ist angesichts der Unischerheit kaum mit größeren Gewinnen zu rechnen.