Die Deutsche-Bank-Aktie hat am Mittwoch ein neues Hoch seit 2014 markiert. Die lange zurückgebliebenen Titel rollen jetzt den Bankensektor auf.

Die Deutsche Bank hat am Mittwoch ihren Rekordlauf wieder aufgenommen und am Mittag mit mit einem Tagesplus von 3,6 Prozent auf 34,76 Euro einen neues Zwölfjahreshoch. Damit zog die Deutsche-Bank-Aktie deutlich kräftiger an als der europäische Bankenindex Stoxx Europe 600 Banks, der knapp ein Prozent im Plus lag.

Die Aktie hatte sich in diesem Jahr schlechter entwickelt als der Bankensektor. Jetzt setzt sie eine im März eingeleitete Erholungsbewegung fort, nachdem sie seit Jahresbeginn kräftig verloren hatte. Inzwischen hat sie das Niveau beim Jahreswechsel nicht nur erreicht, sondern wieder leicht übertroffen.

Damit konnte die Bank auch ihren Bewertungsabschlag zum Sektor reduzieren. Nach den jüngsten Quartalszahlen gingen Marktbeobachter davon aus, dass die Aktie vor einer grundlegenden Neubewertung an der Börse stehen könnte. So kletterte das Vorsteuerergebnis im zweiten Quartal um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro und übertraf damit die Markterwartungen deutlich.

Das Investmentbanking läuft rund, im Anleihehandel übertraf die Bank sogar die US-Konkurrenz und konnte Marktanteile gewinnen. Auch Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung wachsen. Die Übernahme der Commerzbank durch Unicredit wiederum könnte dem Firmenkundengeschäft neue Impulse geben. Moderate Risikovorsorge und Kostenerfolge runden das positive Gesamtbild ab.

Fazit

Der Bewertungsrückstand passt nicht zu den immer solideren Zahlen und der operativen Performance, die die Deutsche Bank in den vergangenen Zahlen gezeigt hat. Während der europäische Bankensektor seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent zugelegt hat, kommt die Deutsche Bank nur auf ein kleines Plus. Anleger können auf eine weitere Erholung setzen, ein Kursziel von 41 Euro erschein aus heutiger Sicht realistisch.

Deutsche Bank (WKN: 514000)