Gewinneinbruch bei der Lufthansa lässt Aktie abstürzen. Welches Kursziel jetzt die Deutsche Bank nennt

Die Lufthansa hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) fiel im Jahresvergleich von 870 Millionen auf 383 Millionen Euro und lag damit leicht unter den Erwartungen des Unternehmens (401 Millionen Euro). Belastet wurde das Quartal allerdings auch durch Streiks, die das Ergebnis um mehr als 150 Millionen Euro schmälerten. 

Dazu kommt noch ein schwacher Ausblick.: Die Lufthansa rechnet nun nur noch mit einem operativen Gewinn (EBIT) zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro. Der Mittelwert der Prognose von 1,95 Milliarden Euro liegt rund zehn Prozent unter der bisherigen Zielsetzung, die ein Ergebnis deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus von 1,96 Milliarden Euro vorsah. Die Deutsche Bank erwartet in einer neuen Studie allerdings mit 2,02 Milliarden Euro weiterhin ein gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent etwas höheres Ergebnis beim operativen Gewinn. In der Konsensschätzung sehen die Analysten allerdings ein gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent niedrigeres Ergebnis.


Auch beim freien Cashflow zeigt sich das Management vorsichtiger. Trotz einer um rund 400 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro reduzierten Investitionsplanung hält Lufthansa an ihrem Ziel eines freien Cashflows von rund 900 Millionen Euro fest. Daraus leitet die Deutsche Bank in einer Studie ab, dass der operative Mittelzufluss schwächer ausfallen dürfte als bislang erwartet. Die Lufthansa-Aktie quittiert die schlechte Gemengelage mit einem Minus von über zehn Prozent. 




Für die Deutsche Bank bleibt bewertungstechnisch die Lufthansa-Aktie dennoch günstig. Sie sieht das aktuelle KGV von rund sechs deutlich unter dem historischen Durchschnitt der vergangenen Jahre, der nach ihren Angaben bei 7,5 liegt. Sie rät die Aktie zu halten und setzt ein Kursziel von 8,00 Euro.