Die Commerzbank-Aktie bleibt im Aufwind. Unicredit lässt die Frankfurter nicht vom Haken, doch laut Bloomberg könnten die Italiener noch Konkurrenz bekommen.

Die Commerzbank-Aktie hat zum Wochenauftakt weiter zugelegt. Für Auftrieb sorgte eine Kaufempfehlung der Bank of America. Die Analysten erhöhten gleichzeitig das Kursziel von 37 auf 42 Euro und begründeten dies mit dem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum und den steigenden Ausschüttungen der Frankfurter. Eine mögliche Übernahmeprämie könne den Kurs zusätzlich antreiben, ergänzten sie.

Vergangene Woche hatte auch die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für die Commerzbank bestätigt und das Kursziel von 38 auf 40 Euro angehoben. Auch Barclays hatte kürzlich die Commerzbank-Aktie von Halten auf Kaufen hochgestuft und das Kursziel von 36 auf 42 Euro erhöht.

Die Commerzbank selbst will am 8. Mai ihre Quartalszahlen veröffentlichen und höhere Finanzziele veröffentlichen, um den Wert der Commerzbank weiter anzuheben und eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit abzuwehren.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Bundesregierung den Abwehrkampf gegen eine feindliche Übernahme der Commerzbank aber noch nicht aufgegeben. So habe die Regierungskoalition in den vergangenen Monaten mit mehreren europäischen Banken gesprochen, um einen sogenannten „Weißen Ritter“ für die Commerzbank zu finden. Über Ergebnisse wurde nichts bekannt. Spekulationen zufolge galten bislang immer wieder BNP Paribas, Banco Santander, ING, Société Générale und HSBC als mögliche Interessenten, allerdings ohne dass jemals konkrete Kaufabsichten bekannt wurden.

Fazit

Ob mit oder ohne „Weißen Ritter“: Für die Commerzbank-Aktie geht es weiter aufwärts. Unicredit-Chef Andrea Orcel hat klargemacht, dass er im Übernahmekampf nicht lockerlassen wird. Und auch die Commerzbank selbst schraubt ihre Ziele nach oben. Beides wirkt sich positiv auf den Aktienkurs aus. 

Commerzbank (WKN: CBK100)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.