Europas Top-Banken schließen immer dichter zur US-Konkurrenz auf. 2025 steigerten sie ihre Nettogewinne um acht Prozent, während die US-Banken neun Prozent verloren. Das ist ein Kernergebnis der neuen Bankenstudie der Beratungsgesellschaft EY. Die Deutsche Bank schneidet in einem wichtigen Punkt europaweit signifikant schlecht ab. 

Die Beratungsgesellschaft EY hat ihre neue Bankenstudie veröffentlicht. Demnach legte der kumulierte Nettogewinn der zehn größten europäischen Banken 2025 um acht Prozent auf 92 Milliarden Euro zu. Bei den Top-US-Instituten gab es dagegen einen Rückgang um neun Prozent auf 164 Milliarden Euro.

Dass die US-Banken trotzdem bei zentralen Kennzahlen wie Profitabilität, Kapitalausstattung und Marktkapitalisierung weiterhin besser dastehen als ihre europäische Konkurrenz, ist ein weiteres Ergebnis der Studie. Dennoch holen die europäischen Institute auf.

„Nach Jahren struktureller Schwäche profitieren die europäischen Häuser zunehmend von stabileren Margen, verbesserten Erträgen und steigender Marktkapitalisierung“, erläutert EY-Bankenexperte Ralf Eckert die Ergebnisse der Studie. Dagegen trübten die volatile US-Zollpolitik und deutlich höhere Inflationsraten die Ergebnisse der US-Häuser ein.

Als einziges deutsches Geldhaus taucht die Deutsche Bank auf der europäischen Top-Ten-Bankenliste von EY auf. Dass das größte deutsche Institut mit einer Marktkapitalisierung von 53 Milliarden Euro lediglich Rang acht einnimmt, ist noch keine Überraschung. Auf Rang eins liegt weiterhin die britische Großbank HSBC mit 248 Milliarden Euro, gefolgt von der spanischen Banco Santander (139) und der Schweizer Großbank UBS (104).

Fazit

Alarmierend für die Deutsche Bank ist allerdings die Entwicklung des Börsenwerts in diesem Jahr: Mit einem Minus von fast 16 Prozent (zum  Stichtag 3.3.26) weist der deutsche Branchenprimus den zweitschlechtesten Wert in Europa aus. Übertroffen wird sie dabei nur noch von der UBS mit minus 17 Prozent. Dagegen schaffte Frankreichs Branchenprimus BNP Paribas seit dem Jahresstart immerhin noch ein Plus von 9,2 Prozent, und HSBC von 7,7 Prozent.


Deutsche Bank (WKN: 514000)