Die Deutsche Bank hat ein Spitzenjahr hinter sich, und die Perspektiven für 2026 sind eigentlich hervorragend. Dennoch wächst bei immer mehr Analysten die Skepsis. Die Verkaufsempfehlungen häufen sich.

Die Deutsche Bank hat 2025 viel erreicht. Der Aktienkurs hat 75 Prozent zugelegt und damit deutlich stärker als bei wichtigen Wettbewerbern wie BNP Paribas, UBS, Barclays oder Goldman Sachs. Erstmals seit der Finanzkrise 2008 lag der Börsenwert des Instituts auch wieder auf Höhe des Buchwerts. Und ein Buchwert von eins oder darüber ist ein wichtiger Indikator für das Vertrauen in die Solidität einer Bank.

Morgen legt die Deutsche Bank ihre Quartals- und Jahreszahlen vor, und nicht zuletzt weil die Vorjahresbelastungen aus dem Vergleich mit Postbank-Aktionären wegfallen, wird mit einem kräftigen Gewinnanstieg gerechnet. Doch auch gutes operatives Geschäft sorgt für Schwung. Die Bank wird wohl auch ihr selbst gestecktes Renditeziel von mindestens zehn Prozent übertreffen.

Doch immer mehr Analysten sehen nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial für den Aktienkurs, einige raten sogar zum Verkauf der Aktie. Von 25 bei Bloomberg gelisteten Analysten empfehlen derzeit acht die Deutsche-Bank-Aktie zum Kauf, elf haben eine Halteposition, und sechs raten mittlerweile zum Verkauf, darunter das Bankhaus Metzler. Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei nur noch 34 Euro, nur knapp über dem aktuellen Kursniveau.

Fazit

Ambitionierte Finanzziele, Kostenkontrolle und der Anspruch, bald wieder zu den führenden Häusern in Europa zu zählen, haben die Deutsche-Bank-Aktie in den vergangenen Monaten unterstützt. Doch im Aktienkurs ist möglicherweise auch schon viel von den künftigen Perspektiven enthalten. So halten Analysten den Aufwärtsspielraum der Aktie inzwischen für begrenzt. Immerhin gibt es mit JP Morgan, RBC und Barclays drei Institute, die mit Kurszielen zwischen 38 und 40 Euro noch 15 bis 20 Prozent Kurspotenzial sehen.

Deutsche Bank (WKN: 514000)