Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs zu Chemieaktien hat den Sektor weiter beflügelt. Drei deutsche Chemie-Werte konnten davon mit Kurszuwächsen von bis zu zehn Prozent besonders profitieren.

Die Investmentbank Goldman Sachs hat mehrere Chemie-Aktien neu bewertet und mit Kaufempfehlungen und höheren Zielen für kräftige Kursschübe gesorgt. Trotz immer noch schlechter Branchenstimmung registriert Analystin Georgina Fraser Anzeichen einer Wirtschaftsbelebung und eines verbesserten Umfelds.

Im Zuge der Hochstufungen kletterten die Anteilscheine des Duft- und Aromenherstellers Symrise am Dienstag um bis zu sieben Prozent an die DAX-Spitze. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Lanxess standen mit einem Plus von bis zu zehn Prozent an erster Stelle des Nebenwerteindex MDAX. Für Symrise hatte die Goldman-Analystin eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Lanxess hatte sie von Verkaufen auf Halten hochgestuft und das Kursziel auf 23 Euro mehr als verdoppelt.

Für den Chemiekonzern Evonik änderte Fraser die Einstufung sogar von Verkaufen auf Kaufen, was die MDAX-Aktie um bis zu sechs Prozent steigen ließ – und auf Wochensicht um 23 Prozent. Hier liegt das Kursziel bei 18 Euro und damit 20 Prozent über dem aktuellen Niveau. Von der Aufwärtsbewegung profitierten auch BASF-Aktien, die mit einem Plus von mehr als drei Prozent ebenfalls im DAX-Spitzenfeld lagen.

Fazit

Die sich wieder etwas aufhellende Konjunktur in der Eurozone könnte den Chemieunternehmen tatsächlich wieder Rückenwind geben. Vor allem die Evonik-Aktie erscheint vor diesem Hintergrund derzeit als interessante Turnaround-Wette. Auch die Kaufempfehlung für Symrise ist bemerkenswert, weil Goldman gleichzeitig den Schweizer Konkurrenten Givaudan von Kaufen auf Verkaufen heruntergestuft hat. Umso bezeichnender, dass sogar die Givaudan-Aktie am Dienstag zulegen konnte.


Lanxess (WKN: 547040)